Dienstag, 30. Juni 2009

3x dürfen Sie nicht wählen

Kandidat eins: Der ausgeglichene Waagemann:
Verheiratet, kinderlieb und umwerfend charmant.
Kein Wunder, dass Sie seinem Charme erliegen und wenn nicht dem, dann spätestens bei seinem umwerfenden Lächeln.
"Baby, du bist was besonderes"
Da können Sie sich schon mal die Fingerchen verbrennen, aber Sie sind so kühl, das werden Sie schon verkraften.


Kandidat zwei: Der erfolgreiche Waagemann:
Ist vorzugsweise Single, denn er gibt sich seinem Hobby, der Arbeit oder sonst irgendetwas erstrebenswertem hin.
Er kann sich vollkommen auf eine Sache konzentrieren und erntet dafür den Preis.
Falls Sie das wollten, würde er Ihnen seine ganze Aufmerksamkeit widmen.
Ist stets optimistisch und gerät nur selten ins Wanken, dann versinkt er in Selbstmitleid und sieht keinen Ausweg.
Kommen Sie ihm nur nicht mit Gefühlsausbrüchen, er wird die Schuld bei sich suchen und sich zurückziehen.
Klar, dass Sie ihn wieder aufrichten können, aber das soll auch nicht Ihre Aufgabe sein.
Das gewisse Etwas, der Biss, fehlt hier jedoch.


Kandidat drei: Der verspielte Waagemann
Ist dezent im Hintergrund, so was weckt natürlich Ihr Interesse und Sie sind Feuer und Flamme das Mysterium zu knacken.
Aber ewiges Versteckspielen ermüdet und irgendwann verlieren auch Sie die Lust daran.
Klare Bekenntnisse sind eher schwierig zu bekommen.


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Montag, 22. Juni 2009

2805 Tropfen

Klack, klack und Stimmen, klack, klack. Im Wind, die Gluht kämpft noch einige Sekunden wohl, dann verschwindet der Kippenstummel im Rinnsal, im Abfluss.
Klack, klack, Autos rauschen vorbei und drücken die Pfützen auseinander in der Ferne knallt eine Tür, der Motor springt an und im selben Moment fährt auch schon die Tram los. Klack, klack und eine Windböe. Wieder Stimmen und Lachen, kurz Ruhe... Leise plätschert es unbekümmert.

Samstag, 6. Juni 2009

Schwere Zeiten 2640

Baby let's get closer. . .
Es schwirrt in meinem Kopf, unendlich, schwachsinnig.
Am Dienstag geht's nach Schweden. Hias und ich.
Wow, wer hätte das schon gedacht? Jetzt wünschte ich mir, ich könnte in einer Sprache schreiben die keiner versteht. Nur um zu sagen was ich sagen will. Ich bin unheimlich begabt, alles deprimiert und niedergeschlagen zu formulieren. Naja, auch ne Gabe. Es ist gar nicht so leicht, die Wut, den Ärger, Stress, Chaos und Heiterkeit, Mut, Gefühle und Emotionen in die richtigen Worten zu verpacken, weder geschrieben noch gesprochen. Dabei bleibt meist so viel unausgesprochen und so viel wird mutlos und motivationslos, missverständlich einfach im Schrank verstaut.

But one last time let's go there...

Dienstag, 26. Mai 2009

Aquarium 2239

Slow down und Überschlagen.
Am Dienstag wissen wir mehr.
"Sure I can accept we´re going nowhere."

Dienstag, 12. Mai 2009

14...und ein Paar zerquetschte

Ich möchte jeden Tag Pizza mit Knoblauch und Zwiebeln essen.
Ich möchte 8.000 Km dieses Jahr fahren.
Ich möchte die Kuchentheke plündern.
Ich möchte meine Ruhe haben.
Ich möchte, dass alles gut wird.

Dienstag, 5. Mai 2009

1177

Gerade als ich dachte... Oh ähm, Moment, da ist schon der Fehler.
Gerade als ich glaubte, ich sei über den Berg, kommt schon die nächste Gefühlsabhängigkeit.
Wieso?
Kann ich mich denn wirklich so danach sehnen? Kann ich mich denn so schlecht dabei fühlen, obwohl noch gar nichts ist? Angst zurückgewiesen zu werden, dabei weise ich selber zurück. Weise ich mich am Ende sogar selbst zurück? Was ist schon dabei, wenn man abgewiesen wird?
Es ist als renne ich mit mit aller Wucht gegen eine Betonwand und das mit voller Absicht, also dessen bewusst, was es auslöst und die Hoffnung stirbt nie. Ist eigentlich auch schön.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Gefühle dazu da sind um verletzt zu werden.
rennenrennenrennenverrennen.

Donnerstag, 30. April 2009

2002

An irgendeinen Tag im August muss es wohl gewesen sein. Ich weiß die Details nicht mehr genau, deswegen weiß ich auch nicht mehr wie ich hier her gekommen bin. Ich weiß nur, es war grau nicht schön. Es sollte so schön sein wie in den Erzählungen. Wir betreten diese dunkle, schwarze, kalte Wohnung, selbst das Licht der Glühbirne lässt sie noch viel düsterer erscheinen. Ich muss raus, sonst erstick ich wohl an den Tränen.
Piep, der Anrufbeantworter. Keine Meldung und doch nur meine.
Ein Eis später, zwischen unzähligen Schuhgeschäften, wie mir scheint, Sonne.
Einen Monat später, meine neue Heimat, so schön wie in den Erzählungen.